Der 1. FC 08 Haßloch sorgte am Dienstagabend bei der Präsentation des neuen Cheftrainers für die Erste Fußballmannschaft für eine Überraschung.
Der Neuaufbau in der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt soll nicht mit einem in unserer Region bekannten Coach, sondern mit einem früheren Profi, dessen aktive Karriere noch vor der von vielen Fans kritisierten Kommerzialisierung deren Lieblingssportart lag.
Neuer 08-Trainer ist der aus dem Odenwald stammende Jochen Müller (63), der alle 97 Bundesliga- und 23 Zweitligaspiele für den SV Waldhof Mannheim und die meisten davon im Ludwigshafener Südweststadion bestritt. 1986 wechselte er vom FC Erbach zum SVW, für denn dessen viertes von sieben Jahren in der Bundesliga begann. Klaus Schlappner, Felix Latzke, unter dem Müller 1989 durch erfolgreiche Relegationsspiele gegen den SV Darmstadt 98 den Abstieg noch verhinderte, und Günter Sebert waren seine Trainer. „Ich erinnere mich noch gerne an die brisanten Derbys gegen den 1. FC Kaiserslautern. Was aber nur wenige wissen, ist, dass viele Spieler des FCK und des SVW damals befreundet waren und auch einiges zusammen unternommen haben. Die Feindschaft bestand nur unter den Fans“, verriet Müller.
Von 1986 bis 1988 war der Haßlocher Werner Heck, der in der Saison 2007/2008 Cheftrainer des FC 08 war, sein Mannschaftskamerad Nach der Saison 1990/91, seiner einzigen in der Zweiten Bundesliga, wechselte er als erster Deutscher zum schottischen Erstligisten Dundee United. „Ich bekam dort einen Vierjahresvertrag, musste meine Karriere aber bereits in der Vorrunde beenden“, bedauerte er. Müller begann danach eine Trainerkarriere. Zuletzt war er als Coach in der Jugendabteilung des SV Waldhof tätig. „In der Folgezeit lief ich mehrmals dem jetzigen 08-Vorsitzenden Timo Hubach über den Weg. Der Kontakt ist dann immer intensiver geworden. Dass ich im Sommer nach Haßloch komme, ist nur ihm zu verdanken“, ließ er wissen.
Weitere Personalien: Martin Berac bleibt weiterhin als Spielender Co-Trainer im Amt. Torwarttrainer: Dany Kruppenbacher. Zeugwarte&Betreuer: Oli und Sven Himmighöfer.
Textquelle: dil
Wir wünschen allen Akteuren viel Erfolg für die kommende Saison. „Auf geht’s Jungs, wir schaffen das“

